Unwesentlich verspäteter Beobachtungsbericht vom 29.12.2007

Ja, wie der Titel schon sagt, unwesentlich verspätet, so ungefähr wie die Züge der DB. Naja, tut mir leid!

Die erste Beobachtungsnacht für mich begann sehr spontan. Gerade wurde die Pizza ins Haus geliefert; ihr Duft kitzelte in meiner Nase und ich wollte auch grade hineinbeißen, als dann plötzlich das Telefon klingelte: Es war der liebe Onkel, der fragte, ob ich lust hätte mit Sterne gucken zu kommen. Na klar, wieso nicht? Problem: Er kam in 10 Minuten. Also, kauen war nicht mehr drin; die Pizza musste im Ganzen geschluckt werden und dann musste ich noch schnell alle Sachen zusammen packen. Und schwuppdiwupp war er auch schon da. Der Kombi war bis obenhin vollgepackt. Also, wenn meine ganze Familie in den Urlaub fährt, nehmen wir wahrscheinlich weniger mit!

Als wir dann an dem Beobachtungsplatz angekommen sind – erst mal der WOW-Effekt. Wolkenlos und so viele Sterne – das kennt so ein Ruhrpott-Städtekind wie ich ja gar nicht! Nachdem wir dann alles aufgebaut hatten, gab es auch schon das erste Problem: Mein Onkel hat mir ja freundlicherweise sein altes Teleskop geliehen, dummerweise weiß aber keiner wie es funktioniert! Sprich: ich musste dann doch alles per Hand machen. War aber auch nicht so schlimm, die anderen hatten sowieso bessere Teleskope als ich. Das erste anvisierte Objekt war dann der Orion-Nebel. Was durch das Teleskop fast einfarbig erscheint, kommt auf den Fotos sehr farbenfroh herüber.

Nach dem anschließenden Misserfolg, den Pferdekopfnebel zu sehen, haben wir uns erstmal heißen Zucker mit ein bisschen Tee gegönnt (ja, die Reihenfolge ist richtig so!). Gegen Mitternacht ist dann auch der Mond aufgegangen und wir haben zusammengepackt. Zum krönenden Abschluss dieser Nacht hat dann auch irgendjemand weiter weg um Punkt 12 Uhr ein bisschen Feuerwerk gezündet. Die haben sich wahrscheinlich im Datum vertan.

Alles im einen kann ich nur eine sehr positive Bilanz ziehen!

Philipp