M 35 erster Test

Es ist März und man kann es kaum glauben, im Ruhrgebiet ist klarer Himmel.
Nach langer Zeit der Abstinenz, bedingt durch diesen kalten, aber leider wolkenreichen Himmel, war mir die Kälte relativ egal und nutzte die Gelegenheit. Jetzt ist der März nicht gerade reich an Beobachtungsobjekten und so hatte ich mir Messier 35 ausgesucht.
Ich wollte etwas an der NachfĂĽhrung ausprobieren und natĂĽrlich das erste Mal den Williams testen.
Aufbauen, einrichten, Nachführen waren diesmal kein Problem. Eher der Kerl der hinter dem Teleskop steht. Ich war bereits fleißig beim belichten, da viel mir (mehr zufällig) auf, dass ich beim Einstellen der Kamera vergessen hatte auf das RAW-Format umzustellen. Und das nach 7 Aufnahmen a 7 Minuten. Also Kamera umgestellt, Bild belichtet und siehe da – unscharf. Nanu?
Wie kann’s. Nach dem (allerersten) Bild hatte ich die Kamera und 90° gedreht, da ich M35 und NGC 2158 schön gleichmäßig auf die Bildfläche verteilt haben wollte. Beim Williams besteht die Möglichkeit den Okularauszug zu rotieren, ohne dabei die Kamera zu lösen, dabei muss ich wohl die Verschraubung der Reduzierung gelöst haben, so das der Fokus leider nicht mehr stimmte. Somit war die erste Stunde für die Katz.
Also neuer Start. Diesmal mutiger die Belichtungszeit auf 10 Minuten erhöht. Erste Aufnahme – tilt. Was denn jetzt schon wieder! Akku der Kamera war leer. Natürlich Murphys Gesetz – logisch.
Neuer Akku – neuer Start – und tatsächlich noch vier Aufnahmen geschafft. Der Wunsch mal 20 – 30 Aufnahmen zusammen zu bekommen hat sich nicht erfüllt (war Christians Vorgabe).