Donnerstag, April 18, 2024

Projekt Garten-Sternwarte

Der Traum eines jeden Hobbyastronomen ist wohl die eigene Sternwarte. Am besten auf Hawai. Wird schwierig, wenn man seit Jahrzehnten vergebens Lotto spielt und nichts dabei rumkommt. Also weiterträumen – oder Ziele verwirklichen.

Zuerst fängt man klein an.

Vor langer Zeit, in einer nicht allzu entfernten Ruhrgebietsecke, tief im lichtverseuchten Nachthimmel, gibt es frustierte Hobbyastronomen und ergeben sich ihren Schicksal. Alle? Nein, nicht alle. Im Ruhrpottkern, da wo der Himmel nie Dunkel wird, gibt es wenige die leisten Widerstand.

 

 

Meine Garten-Spechtel-Ecke

oder

Naja, jeder fängt halt klein an

 

Die Astronomie ist ja ein schönes und interessantes Hobby, zumindest wenn man im einem dafür geeigneten Land wohnt (wie zum Beispiel Namibia oder Hawai). Das Ruhrgebiet ist denkbar schlecht geeignet dazu.

Dazu kommt das man im Laufe der Zeit anspruchsvoller wird – und älter. Am Anfang startete man noch mit einem kleinen Lidl-Teleskop, was leicht einzupacken war, sich gut transportieren ließ und keine Ansprüche an die Umgebung stellte. Sobald man sich jedoch tiefer in die Materie einarbeitete, stieg natürlich das Verlangen nach mehr. Die Folge war eine Vergrößerung der Astroausstattung und dann noch eine, und noch eine………

Vieles in der Astronomie steht und fällt mit der Montierung und natürlich mit einem dunklen Himmel. Was den Himmel betrifft kann man hier in Oberhausen, mitten im Ruhrgebiet, leider nicht viel erwarten. Bleibt also nur als Alternative,

– den ganzen Kram schnappen und weit raus zu fahren,

– das Hobby aufgeben,

– oder versuchen das Beste daraus zu machen.

Das mit dem weit raus fahren ist zwar eigentlich, um Frust vorzubeugen, die bessere Idee. Wenn da nicht das kleines Problem mit den oben erwähnten Montierungen auftreten würde.

Stabile und tragsichere Montierungen haben nämlich die dumme Eigenschaft schwer zu sein und viel Platz zu brauchen. Meine erste Montierung (die LXD 75, übrigens keine schlechte), war noch recht transportabel (wenn auch im Urlaub nicht zu gebrauchen, denn dann hätten wir die Kinder immer zu Hause lassen müssen (da nicht genug Platz im Auto vorhanden war), aber vom Eigengewicht her schon nicht ohne. Dazu der 5“-Refraktor und das ganze andere Zubehör wie Gegengewichte, Okulare, Lampen, Stromversorgung und und …

Da ich aber das unbeschreibliche Glück habe, mit einer Partnerin zusammen zu leben, die einen realtiv großen Garten ihr eigen nennt, ergibt ich natürlich eine gewisse Bequemlichkeit. Die Folge war die Überlegung, doch eine kleine Garten-Spechtel-Ecke einzurichten. Am besten natürlich mit einer stabilen Säule.

Gesagt getan, also flugs die Schaufel in die Hand genommen, die Kinder motiviert doch mitzuhelfen ein bisschen im Garten zu buddeln, und eine schnell eine kleine Fläche ausgehoben. Eine stabile VA-Säule tief im Boden einbetoniert und schon war meine Garten-Spechtel-Ecke fertig.

Geht doch.

 

 

 

 

 

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