Projekt: Planeten mit DSLR (1. Versuch)

 Nachdem ich im Netz einige interessante Artikel und Berichte über Fotografie von Planeten mit einer DSLR gelesen habe, dachte ich mir das wäre doch mal einer näheren Untersuchung würdig. Warum so etwas nicht mal als längeres Projekt planen.

Es geht also um Aufnahmen von Planeten in unserem Sonnensystem mit einer DSLR. In der Regel werden eigentlich Webcams oder spezielle Kameras benutzt. Einfach weil man viele Aufnahmen machen muss (wir sprechen hier von 1000 Aufnahmen und mehr). Meistens nimmt man deshalb einen Film auf (avi) und teilt diesen wieder in Einzelframes, die man wiederum in dafür geeigneten Programmen weiterverarbeitet.

DSLR sind erstens wegen der hohen Anzahl der Aufnahmen (auf Dauer macht der Verschluss das eben nicht mit) und ´zweitens natürlich auf Grund Ihrer großen Auflösung (12 Megapixel und mehr, Webcams haben eine Auflösung von 320px bis 780 Pixel) nicht dafür geeignet. Normalerweise.  Nun gibt es in ja schon länger DSLR mit Live-View. Der Trick besteht nun darin, gerade diese Live-View-Aufnahme zu verwenden. Programme dafür sind ziemlich rar gesäet. Das Prinzip ist eigentlich einfach, das Livebild wird ausgelesen und abgespeichert. Danach kam man dieses weiterverarbeiten.

Normale Webcam-Aufnahmen sind schon nicht einfach, logisch das gerade mit der DSLR es noch einmal schwieriger wird (finde ich wenisgtens). Also mit Sicherheit (für mich) ein längeres Projekt. Den ersten Versuch habe ich bei unserer Spechtelnacht am 06.04. gestartet. Unser lieber Hermann war so freundlich mir seine tolle 5fach-Barlow auszuleihen. Der erste Versuch sollte nur zum ersten Hinein-Schnuppern dienen und ein vorzeigbares Ergebniss war sowieso nicht zu erwarten.

Trotzdem will ich die (wenn auch nicht ungedingt vorzeigbaren) Bilder zeigen. Es ist schließlich ein Projekt. Zuerst eine Aufnahme des Rohbildes (also Einzelbild des Liveview’s der Kamera (hier die Canon 40d)). Danach eine gestackte Aufnahme aus 2000 (!) Einzelbildern:

Saturn roh

 

Saturn Stack

 

Damit kam natürlich keinen Preis gewinnen. Aber interessant wird’s trotzdem.